Ein Abend für Johannes Brahms

Norden. Im Jahr 2022 jährt sich der Todestag von Johannes Brahms zum 125. Mal. Dieses Jubiläum haben die Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft zum Anlass genommen, um ihm in der Ludgerikirche Norden ein Konzert zu widmen. Es fand am Freitag, 17. Juni, statt.

Prachtvolle Musik im prächtigen Ambiente: der Rostocker Motettenchor. Bilder: Karlheinz Krämer

Das „Deutsche Requiem“, vier Sinfonien, die Klavierkonzerte, das Violin- und das Doppelkonzert, die ungarischen Tänze, eindrucksvolle Kammermusik und ein reiches Œuvre an Vokalmusik – die Werke des norddeutschen Komponisten sind weltberühmt und aus den Spielplänen nicht wegzudenken, heißt es in einer Mitteilung der Gezeitenkonzerte. „Doch Brahms schrieb während seines ganzen Lebens auch Chormusik und legte dabei den Schwerpunkt auf die Vertonung von geistlichen Texten.“

Leitet den Motettenchor: Markus J. Langer

Dieser geistlichen Chormusik widmete sich der renommierte Rostocker Motettenchor unter der Leitung von Markus J. Langer bei seinem Gezeitenkonzert in der Norder Ludgerikirche. Auch wenn sich Brahms an der Musiktradition mit Chorwerken von Palestrina, Bach oder Händel orientierte, entwickelte er seine ganz eigene Tonsprache. „Wie Brahms die biblischen Verse packend in Musik fasste, wurde in diesem Konzert deutlich, bei dem einige Meilensteine aus Brahms‘ geistlichem Werk erklangen.“

Thiemo Janssen an der Arp-Schnitger-Orgel

Von den Motetten op. 29 aus dem Jahr 1860 bis hin zu den eindrucksvollen Fest- und Gedenksprüchen op. 109 spannte das herausragende Vokalensemble einen Bogen über 30 Jahre der Schaffenszeit des Komponisten. Ergänzt wurde das Programm um Orgelwerke von Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms, die Ludgeri-Kantor Thiemo Janssen an der historischen Arp-Schnitger-Orgel spielte. Die rund 250 Besucher hätten sich begeistert von diesem „stimmigen und herausragend“ dargebotenen Programm gezeigt, das in der Ludgerikirche perfekt zur Geltung gekommen sei, heißt es in der Mitteilung.