Im Zeichen der Schneeglöckchen

Ihlow. Wenn die Ehrenamtlichen des Klostervereins Ihlow ihre Veranstaltungen planen, dann heißt die Devise: „Wir müssen vorbereitet sein!“ Das gilt nicht nur für den Lüchtermarkt in der Adventszeit, sondern auch für den Frühlings-Hit, den „Schneeglöckchenmarkt“.

Managen den Markt mit vielen Hilfskräften: Dagmar Brüdigam, Irmgard Reuter, Annemarie Aden, Anna Buttjer, Ingrid Schweers und Bernd Buttjer

Der wird am 17. und 18. Februar die Klosterstätte im Ihlower Wald wieder mit sehr viel Leben füllen. „Obwohl wir die Veranstaltungen ja schon länger machen, bewegen wir uns immer noch in einer Nische“, meint Vorsitzender Bernd Buttjer mit Blick auf das kunsthandwerkliche Angebot, das, so sagen die Mitarbeiter, immer wieder sehr ausgesuchte Dinge, vielfach aufwändig hergestellte Handarbeiten, beinhaltet.

Und die Kenner wissen das. „Es bilden sich schon vor der Eröffnung lange Schlangen“, weiß Irmgard Reuter, die – ebenfalls ehrenamtlich – das Café der Klosterstätte betreibt. Sie plant für die zweitägige Veranstaltung in großem Stil. Unter anderem werden 40 Torten produziert, darunter eine speziell kreierte Schneeglöckchen-Torte mit Weißwein und grünem Obst. „Alles eine Frage der Organisation“, versichert die leidenschaftliche Hobbybäckerin, die in ihrer Küche hinter dem Café über alle technischen Möglichkeiten verfügt, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Schneeglöckchen in vielen Formen: hier aus Porzellan

Und weil sie den Besuchern niemals Altware anbietet, wird zwischendurch neu produziert, um auch am Sonntag frische Torten kredenzen zu können. Zeitlich funktioniert das, weil die Familie von Irmgard Reuter bei der Bedienung mitzieht. Insgesamt steht ein eingespieltes Team von 15 Helfern bereit – nur für den Café-Bereich. Neben den Torten wird Irmgard Reuter aber auch Chili con carne anbieten. Zudem ist ein Waffelstand geplant. Und wer noch mehr Köstliches möchte, kann an beiden Tagen Klosterbrot und Rosinenstuten beim Backhaus erhalten. Das Wetter sei für die vorwiegende Freiluftveranstaltung übrigens kein Argument. „Das läuft hier auch bei Regen“, bestätigt Dagmar Brüdigam.

Handgemalte Ostereier, Vasen, Schalen, Karten, Kränze – das Angebot an Kunsthandwerk ist umfangreich

Sie ist – gemeinsam mit Anna Buttjer – zuständig für die Abteilung Kunsthandwerk. Der kleine Markt auf der Empore des Klostercafés bietet derart viele schöne Dinge an, dass man den Überblick zu verlieren droht. Möglich wird dies durch eine Vielzahl an befreundeten Kunsthandwerker, die als Zulieferer fungieren. Da sind filigrane Maiglöckchen aus Porzellan, die Ursel Gernhoff in feinster Handarbeit fertigt. Simone Kottkamp versieht Becker, Teller und Schalen mit kleinen Frühblühern. Neben silbernen Preziosen von Horst Heelmann steuert Ursula Thiele Schmuck aus Glas bei. Selten geworden, sagt Anna Buttjer, sei die Kunst der Eiermalerei. Die beherrscht Elke Hemmelskamp aus dem Effeff. Zudem malt sie mit feinem Strich auch Karten und Miniaturbilder.

Viel Schönes auf dem engem Raum der ersten Etage des Klostercafés

Und damit dem blumigen Motto des Marktes Genüge getan wird, bietet Karin Harms neben anderen Frühblühern auch verschiedenste Sorten Schneeglöckchen zum Auspflanzen an. In den letzten Jahren war sie stets in kurzer Zeit restlos ausverkauft. „Sie hat sich in diesem Jahr aber besonders üppig mit Pflanzen eingedeckt“, versichert Dagmar Brüdigam.

Gut bestückt ist auch die Tombola des Klostervereins, die seit Jahren von Ingrid Schweers und Annemarie Aden organisiert wird. Gewinner werden mittels Drehen am Schneeglöckchenrad ermittelt – ein Spaß nicht nur für die Kinder, wie Ingrid Schweers festgestellt hat. Dabei gilt: Jeder Dreh gewinnt. Nieten gibt es nicht an der Klosterstätte.

Nicht echt, aber farbeprächtig: Schachbrettblumen in Weiß und Blau

Damit die Gäste schon unterwegs wissen, worum es geht, wird der Weg durch den Wald mit grün-weißen Bändern und Schneeglöckchen-Gedichten geschmückt. Gibt es die wirklich? „Mittlerweile haben wir tatsächlich eine ganze Reihe davon zusammengetragen“, versichert Anna Buttjer.

Wem der Spazierweg vom Parkplatz zur Klosterstätte zu lang ist, kann das Klostermobil anrufen (Nummer an der Schranke). Mitarbeiter Heinz Seegers kommt dann umgehend und holt die Gäste ab.

Die Schneeglöckchen stehen nicht von ungefähr beim Frühjahrsmarkt im Fokus. Bernd Buttjer weiß, dass in früheren Zeiten die Tradition bestand, den Altar zum Fest „Maria Lichtmess“ mit diesen Blüten zu schmücken – als Zeichen der Reinheit Mariens.

► Der Klostermarkt wird am 17. und 18. Februar jeweils von 11 bis 18 Uhr veranstaltet. Der Eintritt ist frei.

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