Stockhausen und die Avantgarde
Dornum. Die diesjährige Jahresausstellung der Ruth Schmidt Stockhausen-Stiftung stellt Gemälde und Zeichnungen von Ruth Schmidt Stockhausen (1922 bis 2014) aus den 1950er und frühen 1960er Jahren in den Kontext des Informel, also derjenigen Kunstströmung, die in jener Zeit die künstlerische Avantgarde darstellte und die auch sie stark prägte.
Damals lebte Ruth Schmidt-Stockhausen in Bonn-Bad Godesberg und stand mit etlichen Vertretern jener Kunstrichtung in Verbindung, stellte zweimal im Deutschen Künstlerbund aus, traf auch Max Ernst, nahm weitere Impulse in Paris und Italien auf und befreite sich aus den Begrenzungen der Landschafts- und Porträtmalerei, für die sie bereits bekannt geworden war, erläutert ihr Sohn. Professor Dr. Klaus Hentschel in einer Pressemitteilung.
Jener Weg hin zur Abstraktion und zur freien Arbeit mit Farbe und Material werde an ausgewählten Werken von Ruth Schmidt Stockhausen in Kombination und Gegenüberstellung mit einigen Original-Werken sowie Reproduktionen der für sie persönlich wichtigsten Künstler jener Zeit dargestellt. Die Ausstellung findet in den Westdorfer Atelierräumen der auf Norderney geborenen und in Dornum verstorbenen Künstlerin statt.
► Am Freitag, 12. September, wird Klaus Hentschel um 15 Uhr eine Einführung in die Ausstellung geben
► Die Ausstellung ist nur bis zum 14. September jeweils von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Adresse: Cankebeerstraße 97, Dornum-Westdorf
