Kunsthalle als außerschulischer Lernort
Emden. Die Kunsthalle hat einen Projektraum eröffnet, der sich an niedersächsische Schülerinnen und Schüler richtet und das Arbeiten an einem Original ermöglicht. Im Zentrum des Projektraums steht bis zum Ende des laufenden Schulhalbjahres das Kunstwerk „Jonction III“ von Karl Otto Götz, das lange Zeit im Deutschen Bundestag hing. Das Werk ist eine der Bildvorgaben der Hinweise zur Abiturprüfung 2026 des Niedersächsischen Bildungsministeriums.

Es ist ab sofort möglich, den Unterricht ins Museum zu verlagern. Ein eigens eingerichteter Klassenraum heißt Schulklassen und Oberstufenkurse willkommen. Hier können sich die Schüler in Ruhe mit originalen Kunstwerken auseinandersetzen, die sowohl hier als auch im anschließenden Ausstellungsraum zu sehen sind. Denn neben „Jonction III“ werden weitere Werke von Karl Otto Götz gezeigt, sowie Kunstwerke aus der eigenen Sammlung. Sie alle greifen das Thema des Kunstunterrichts auf und widmen sich der Darstellung von Bewegung in Grafik und Malerei.
Karl Otto Götz (1914 bis 2017) malte das großformatige Werk 1991 unter den Eindrücken der Wiedervereinigung in Deutschland. Es zählt zum Spätwerk des Künstlers, der einer der wichtigsten Vertreter des Informel ist, einer Kunstepoche, die in der Nachkriegszeit die Kunst in Deutschland wesentlich prägte. Informel ist ein Sammlungsschwerpunkt der Kunsthalle Emden.
Der Projektraum in der Kunsthalle Emden steht nach vorheriger Anmeldung allen Schulen kostenfrei zur Verfügung. Nach den Herbstferien wird zudem ein umfangreiches museumspädagogisches Angebot eingerichtet.
► Weitere Infos: kunsthalle-emden.de/kunst-aktiv
