Steigende Besucherzahlen im Norder Bürgerhaus

Norden. Die „Kultur im Bürgerhaus“, veranstaltet von der Norder Bürgerstiftung, verzeichnet in ihren beiden Angebotsreihen steigende Besucherzahlen und setzt darauf, dass auch mit dem neuen Programm diese Entwicklung anhält. Das teilten Vorstand Dr. Matthias Stenger und die beiden Programm-Organisatoren Anke Zimmer und Matthias Krömer im Rahmen einer Pressekonferenz mit. Beim Kleinkunst-Programm kommen durchschnittlich 103 zahlende Gäste ins Bürgerhaus. Zur kostenlosen Kino-Reihe „Norder Lichtspiele“, die seit vier Jahren am Start ist, zieht es zwischen 40 und 60 Besucher. Die jeweils zehn Veranstaltungen der beiden Reihen sollen nun durch ein drittes Format erweitert werden, das sich gerade in der Vorbereitung befindet und sich um Literatur dreht.

Stellten das neue Kultur-Programm der Bürgerstiftung Norden vor: Inga Graber, Dr. Matthias Stenger, Matthias Krömer, Anke Zimmer sowie Ute Meinert und Mitarbeiter für den Förderer, die Sparkassenstiftung Aurich-Norden

Das neue Programm für 2026 liegt vor und präsentiert zwischen A Capella-Musik und Theater ein buntes Angebot. Die „Norder Lichtspiele“ präsentieren ebenfalls zehn Klassiker unterschiedlicher Genres – vom Oscar-Film über die Romanze, den Western, einen Krimi bis zum Weihnachtsfilm. Das neue Format bietet unter dem Titel „Norder Lesezeit“ an zwei Abenden im Mai und November Gelegenheit zum Hören und Staunen.

Auftakt mit dem Kleinkunst-Programm ist schon am 10. Januar 2026 mit der Bremer Shakespeare-Company, die im Theater Norden den „Sommernachtstraum“ spielt, wobei vier Schauspieler sämtliche Rollen übernehmen. Wenige Requisiten, einige Musikinstrumente und viel Phantasie sowie rasante Wechsel bei den Figuren und den Spielsituationen ziehen die Besucher in die besondere Welt zwischen Licht und Schatten – hin zu Puck, Titania, Oberon, Hermia und Helena.

In der Veranstaltung am 14. Februar treffen Edith Piaf und Jaques Brel aufeinander – eine Konstellation, die sich im wahren Leben nie ergeben hat, die Carla Mantel und Mariska Nijhof aber auf der Bühne im Bürgerhaus in deutscher Sprache realisieren.

Am 21. März ist das israelisch-iranische Musikprojekt „Sistanagila“ in Norden zu Gast, das als Brücke zwischen den beiden Nationen fungiert. Die Musiker kommen aus Berlin, arbeiten seit 2013 miteinander und präsentieren Klezmer, sephardische und traditionell persische Musik, binden aber auch moderne und klassische Kompositionen mit ein. Da eine komplexere Technik mitgebracht wird, habe ein Techniker erst einmal prüfen müssen, ob der Auftritt möglich sei, berichtet Anke Zimmer. Das Ergebnis: „Es wird funktionieren!“

Bauchredner Jörg Jará wird am 25. April mit seinen Puppen im Bürgerhaus erwartet. Ihnen hat er im Laufe der Jahre nicht nur eine typische Stimme, sondern auch einen eigenen Charakter gegeben. Mit Literatur geht es am 30. Mai weiter. Dann ist Anja Bilabel mit einer „Hommage an Christian Morgenstern“ zu Gast. Zunächst stellt sie die philosophische Seite des Dichters vor, danach die kabarettistische. Begleitet wird sie dabei von Christina Schubach auf dem Cello. Der 27. Juni ist zum zweiten Mal für die Vorstellung regionaler Künstler vorgesehen, wobei derzeit noch am Abend gefeilt wird. Eines ist aber schon sicher, wie Matthias Krömer sagte: „Das Programm wird etwas musiklastiger als das letzte.“

Am 15. August gastiert der Schauspieler und Kabarettist Rene Sydow in Norden. In seinem neuen Programm „Sie dürfen sich wieder setzen“ geht er den großen Fragen der Zeit nach: Was ist passiert? Wer ist schuld? Und wo ist mein Anwalt? Musikalisch wird es am 19. September im Bürgerhaus. Zu Gast ist das ostfriesische Barbershop-Quartett „Friesisch herb“, das überwiegend a Capella ein Repertoire an Pop-Hits bis zu Evergreens präsentiert.

Der Gitarrist Jens Kommnick und der Bassist Ralf Gauck sind am 10. Oktober 2026 spielen ihre Leidenschaft für die leisen Töne. Und der Jahresabschluss obliegt am 7. November dem Duo „Edda und Flute“ mit ihrem Programm „Dichterinnenliebe“. Dabei kommen große Frauen, Dichterinnen, Malerinnen und Musikerinnen zu Wort. Das Thema: Liebesfreud und Liebesleid – arrangiert für Flöte, Gesang und Akkordeon, präsentiert von Edda Liebermann und Frauke Stenger.

Die Veranstaltungen im Bürgerhaus werden ehrenamtlich organisiert und betreut. Dafür hat sich ein Team von rund 20 Mitgliedern zusammengefunden, das von der Programmgestaltung bis zum Stühle-Stellen und dem abendlichen Ausschank alles in der Hand hat. Für den Ausschank wurden jetzt eigene Gläser mit eingraviertem Logo der Bürgerstiftung und eine spezielle Geschirrspülmaschine gekauft.

► Karten für den „Sommernachtstraum“ sind ab dem 14. Oktober zu bekommen: beim SKN Kundenzentrum im Neuen Weg 33 oder unter Tel. 0160 / 1 58 03 84. Für die anderen Veranstaltungen liegen die Karten Ende Oktober vor.
► Gefördert wird die „Kultur im Bürgerhaus“ von der Sparkassenstiftung Aurich / Norden, den Tourismus-Service Norden/Norddeich und die Glave-Gruppe