Geburtstagsfeier im Museumsfoyer

Emden. Bei der Feier aus Anlass des 30. Geburtstages des KUNST-Ladens im Erdgeschoss des Ostfriesischen Landesmuseums waren nicht nur die Ehrenamtlichen, die derzeit aktiv sind, anwesend. Auch ehemalige Mitarbeiter waren ins Foyer gekommen, ebenso wie die Leiterinnen des Ladens, erklärte Gerhard Teerling. Der Kaufmann und Vorsitzende des Rathaus-Karrees ist aktuell Leiter der Einrichtung.

Mitarbeiterinnen des Ladens im Ostfriesischen Landesmuseum, die sich in den letzten 30 Jahren ehrenamtlich engagiert haben. Bilder: Wolfgang Mauersberger

Die Gründerin des Ladens, Ruth Kleinschmidt, die 1995 in den Räumen des städtischen Kulturamtes, das im heutigen Rummel untergebracht war, den ersten Laden, aber auch eine erste Teestube einrichtete, habe die Notwendigkeit erkannt, den Gästen des Hauses neben dem Besuch des Museums auch ein kleines Beiprogramm anzubieten – und das zu einer Zeit, als das in deutschen Museen noch nicht selbstverständlich gewesen sei, wie der kaufmännische Leiter des Landesmuseums, Michael Kühn, erinnerte. Es sei schon etwas ganz Besonderes, dass es gelungen sei, die Einrichtung über drei Jahrzehnte durchgängig mit Ehrenamtlichen zu führen.


Der Vorsitzende der KUNST, Gregor Strelow, machte die Dimensionen dieses Ehrenamtes deutlich. Die Damen hielten den Laden jeweils sechs Tage die Woche geöffnet. Und sie stünden jährlich 2900 Stunden im Jahr zur Verfügung, um den Laden zu betreiben. Die erwirtschafteten Gelder würden für Neuankäufe und Restaurierungen im Museum verwendet. Strelow machte aber auch deutlich, dass es dringend nötig sei, die Zahl der Ehrenamtlichen im Laden zu steigern und jüngere Kräfte einzubinden.

Oberbürgermeister Tim Kruithoff bei seiner Ansprache im Foyer des Landesmuseum

Eine solche Aufstockung sehen auch die Laden-Mitarbeiter selber als vordringlich an, wie im Gespräch mit ihnen deutlich wurde. Es bestünde sonst irgendwann die Gefahr, den Laden schließen zu müssen, da er mit angestellten Kräften rein finanziell nicht überlebensfähig sei. Oberbürgermeister Tim Kruithoff verwies darauf, wie vielfältig das Angebot des KUNST-Ladens sei und betonte, dass diese Einrichtung dazu beitrage, dem Museum eine Seele zu geben.