Leer. Einen flüchtigen Blick wirft er hinter sich, besieht sein Ebenbild auf einer Großprojektion an der Bühnenwand und sagt wie nebenher und mehr zu sich selbst als zum Publikum: „Jünger wird man auch nicht!“ Ulrich Tukur (Jahrgang 1957) ist zum dritten Mal bei den Gezeitenkonzerten, und anders als sonst, steht er alleine auf der Bühne
Weener. Barockmusik in der Georgskirche iin Weener. Das Händelfestspielorchester ist zu Gast, dazu eine Sopranistin, ein Moderator. Gestaltet ist das Programm als Wettstreit: Georg Friedrich Händel gegen Johann Sebastian Bach oder umgekehrt. Beide wurden 1685 geboren, haben sich aber nie getroffen – der Weltbürger Händel und der wenig reisende Bach. Dass es dennoch ein „Gipfeltreffen“
Emden. Das „Komponistenporträt“ im Rahmen der Gezeitenkonzerte in der Kunsthalle. Zunächst verläuft alles erwartbar: Vorstellung der Protagonisten. Ein erstes Stück. Zeitgenössisch – natürlich, aber mit merkwürdig schillernden leuchtenden, manchmal kristallinen Klangfarben. Komponist Thilo Thomas Krigar (geboren 1961) spielt es selber auf dem Cello. Es hat sich ein kleiner, aber sehr interessierter Kreis von Liebhabern des
Schirum. Da standen zwei auf der Bühne, die sich den Abend mit Lust und Laune teilten. Beim Gezeitenkonzert bei Pollmann & Renken in Schirum waren die armenische Pianistin Lilit Grigoryan und der russische Schriftsteller Wladimir Kaminer auf den Brettern ein sehr effektives Paar. Sie hatte ein Programm zusammengestellt, dass Komponisten vorstellte, die in irgendeiner Weise
Norden. Ein exquisites Programm und eine exzellente Präsentation kennzeichneten ein Gipfelstürmer-Konzert aus, das im Rahmen des Gezeiten-Festivals in der Norder Ludgerikirche stattfand. Zu Gast war die Mecklenburgische Bläserakademie unter Leitung des Oboisten und Dirigenten Gregor Witt. Als Solist spielte Komponist und Akkordeonist Frank Raschke. Weitere Solistin war Organistin Anneke Brose, die anhand eines Allegro von
Ditzum. Wer braucht schon ein Orchester, wenn man zwei Cellisten hat, die Fülle erzeugen? Jens Peter Maintz und Wolfgang Emanuel Schmidt hatten als „Cello Duello“ ein exquisites Programm vorbereitet, das sie mit verschmitztem Humor und noch mehr Können im Rahmen der Gezeitenkonzerte in der ausverkauften Kirche von Ditzum spielten. Die Werke können allesamt der Marke
Remels. Ein Romantiker im Mittelpunkt eines Klavierkonzertes der Gezeitenkonzerte in der Martinskirche zu Remels – Schubert. Er wurde flankiert von Schumann und kontrastiert mit Sofia Gubaidulina. Zum Schluss aber gab es – Bach. Natürlich Bach. Meditativ. Fein gesponnen. Perfekt. Martin Helmchen spielte zwei Klaviersonaten von Franz Schubert. Es entwickelte sich in der Sonate H-Dur (D
Bargebur. Die Goldberg-Variationen in der zauberhaften Kirche zu Bargebur. Es war eine konzentrierte Stimmung unter den Besuchern der Gezeitenkonzerte. Während der Veranstaltung gab es kaum einen Laut, kein Räuspern, kein Husten, nur Stille. Angemessen angesichts eines so wirkmächtigen Werkes. Die Goldberg-Variationen – arrangiert als Streich-Trio – subtil, raffiniert, erlesen. Viviane Hagner (Violine), Karolina Errera Pavon
Nesse. Die St. Marienkirche, ein neuer Spielort der Gezeitenkonzerte ist blitzeblank. Alle Kerzen an der drei großen Kronleuchtern und sämtliche in den Wandhaltern brennen. Selbst die Oster- und Altarkerzen sind angezündet. Weiße Pflanzen stehen in hohen, silberfarbenen Bodengefäßen, weiß sind auch die Blumengebinde auf dem Altar. Ein Mitglied des Kirchenvorstands erzählt, dass man vor dem
Leer. Das erste Konzert war binnen einer Stunde ausverkauft. Und so traten Violinist Daniel Hope, mittlerweile Stammgast bei den Gezeitenkonzerten, und Marie Sophie Hauzel, zum dritten Mal dabei, zu einem Vorkonzert an. Zwei Konzerte nacheinander. Zweimal volles Haus in der Großen Kirche zu Leer. Insgesamt rund 1100 Besucher. Überbordende Stimmung. Kein Wunder, angesichts eines Programms
Wiesmoor. Es war ein herzerwärmendes Konzert, das die Flötenklasse der Musikhochschule Lübeck unter dem Titel „Flautissimo“ in der Friedenskirche Wiesmoor spielte. Junge Leute, die zielstrebig das Ziel verfolgen, die Musik zu ihrem Beruf zu machen, gestalteten einen Abend, der allein ihrem Instrument gewidmet war. Aber welche Vielfalt an Instrumenten galt es da zu bestaunen: Traversflöten,
Backemoor. Hinter jedem Konzert verbirgt sich mindestens eine Geschichte. So auch in Backemoor, wo im elften Konzert des Gezeiten-Festivals das tschechische Pavel Bořkovec Quartett gastierte. Eigentlich sollte das Ensemble von zwei Hornisten begleitet werden. Doch die beiden seien vor wenigen Tagen nach einem Konzert vom Veranstalter auf dem Parkplatz angefahren worden. Natürlich ein Versehen, aber
Emden. Das neunte Gezeitenkonzert gestaltete das Ensemble „Fjarill“ am Montag (26. Mai) im ausverkauften Fährhaus am Borkumterminal. Das Duo Aino Löwenmark (Gesang, Klavier) und Hanmari Spiegel (Violine, Klavier, Gesang) wurde verstärkt durch den Kontrabassisten Omar Rodriguez Calvo und den Schlagzeuger Jürgen Spiegel. So wurden die Balladen und Songs von „Fjarill“ immer wieder durch jazzige oder
Esens. Mit Urgewalt legte es in der Magnuskirche in Esens los: das Göttinger Symphonieorchester spielte eine „Last Night of the Proms“ mit einem klassischen Programm, das sich voller Heiterkeit und Spiellust einem Publikum mitteilte, das seinerseits entschlossen war, sich prächtig zu amüsieren. Es gab Fähnchen und silberfarbene Fan-Artikel, die munter geschwenkt wurden, und von der
Pewsum. Wie oft mögen die vier Instrumentalisten des Vogler-Quartetts dieses Musikstück von Joseph Haydn schon gespielt haben? Dieses letzte seiner Quartett in F-Dur mit der nüchternen Opus-Zahl 77/2 Hob. III:82? Aber darauf kommt es eigentlich nicht an. Es kommt darauf an, die versammelte Erfahrung zu bewundern, die die „Voglers“ hier demonstrieren. Die Ernsthaftigkeit, mit der
Emden. Norwegische Musik stand auf dem Programm des vierten Gezeitenkonzertes, das in der Neuen Kirche in Emden stattfand. Zu Gast war das Røta-Trio mit Ragnhild Hemsing, Benedict Kloeckner und Mario Häring. Mit Fiedel, Violine, Cello und Klavier bearbeiteten sie das große Feld der Kompositionen von Edvard Grieg und von Johan Halvorsen – eingeleitet durch ein
Das Eröffnungskonzert des Gezeiten-Festivals fand im Festspielhaus am Wall in Emden statt Emden. Ein Abend, ganz darauf abgestimmt, dem Motto der diesjährigen Gezeitenkonzerte gerecht zu werden. „Hoffnung!“ heißt dieses Motto, und am Eröffnungsabend des Festivals im ausverkauften Festspielhaus am Wall wurde es getragen von den Idealen der Menschlichkeit – ausgedrückt in Musik. Zu Gast war
Eilsum. Mit einem Konzert der Capella della Torre in der romano-gotischen Kirche zu Eilsum endete am Sonntag (11. Mai) der diesjährige Krummhörner Orgelfrühling. Geistliche und weltliche Frühlingsmusik der Renaissance stand dabei auf dem Programm des Ensembles, das mit Dulzian, Pommer, Schalmei, Truhenorgel, Renaissance-Posaune und Percussion angetreten war. Die Capella weist eine Handschrift auf, die sie
Groothusen. Das vierte Konzert des Krummhörner Orgelfrühlings fand in der Kirche zu Groothusen statt. Léon Berben spielte die „weiße Königin“, die Wenthin-Orgel aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Diese Orgel ist für das Festival so bedeutsam, weil es hier seinen Ursprung verortet. An dem Instrument des Johann Friedrich Wenthin, gebaut 1798 bis 1801, fand vor
Rysum. Das dritte Konzert des Krummhörner Orgelfrühlings fand in Rysum statt, wo die 583 Jahre alte Orgel zum Betätigungsfeld der rumänischen Organistin Alina Rotaru wurde. Sie wählte ein Programm aus, das deutlich jünger war als das Instrument und bewegte sich dabei vorwiegend im 16. Jahrhundert. Neben Kompositionen von Jan Pieterszoon Sweelinck waren das vor allem
Pilsum. Das zweite Konzert des Krummhörner Orgelfrühlings fand in der Kreuzkirche zu Pilsum statt. Dort spielte die Hamburger Organistin Dagmar Lübking die Orgel von Valentin Ulrich Grotian aus dem Jahr 1694. Dabei zeigte Lübking die ganze Bandbreite dessen, was die große Orgel mit ihren 20 Registern auf zwei Manualen, dem Haupt-, dem Brustwerk und dem
Uttum. Der 22. Krummhörner Orgelfrühling ist eröffnet. Der erste Abend fand traditionell in der Kirche zu Uttum statt und stellte die Orgel eines Anonymus aus dem Jahr 1660 in den Mittelpunkt. Dies geschah in einem Konzert von Sietze de Vries, der Werke des Organisten und Komponisten Jan Pieterszoon Sweelinck ((1562 bis 1621) zu einem prächtigen
Emden. „Das war ein wirklich schöner Abend“, sagt eine Besucherin der musikalischen Lesung „Die Witwe“ und schmunzelt noch im Nachhinein vor sich hin. Die Veranstaltung selber, die in der Altreformierten Kirche in der Osterstraße stattfand, endete mit schallendem Gelächter und donnerndem Applaus für ein neunköpfiges Ensemble, das eine spezielle Art humoristischer Unterhaltung geschaffen hat. Ingredienzien:
Jennelt. Organist Jörg Jacobi ist von der Orgel des Johann Friedrich Constapel aus Wittmund ganz verzaubert. Das kleine Instrument von 1738 – gebaut für die reformierte Kirche zu Bargebur, dann nach Hamswehrum gebracht und schließlich in Jennelt aufgebaut – besticht durch seinen schönen Klang, der vielfache Ausprägungen zeigt. Zwar verfügt die Orgel nur über ein
Emden. Mit der Komödie „Crash Bob“ von Helmut Schmidt feierte die Spöldeel Transvaal vor voll besetztem Haus Premiere. Das Stück ist vor dem Hintergrund einer Katastrophe angesiedelt, die die ganze Welt bedroht. Doch die Transvaaler sahen dem Ereignis auf der Bühne mit ostfriesischer Gelassenheit entgegen. Berta (Monika Werner) putzt ungerührt Gemüse fürs Einkochen. Ihr Mann
Emden. „Ich habe alle Konzerte der Musikkorps aus Wilhelmshaven und Münster gehört, aber das heutige Konzert mit dem Marinemusikkorps Wilhelmshaven war das beste.“ Der ältere Herr schüttelt immer noch ungläubig den Kopf angesichts eines Programms, das selbst einige junge Leute begeistert zum Sesseltanz animierte. Fregattenkapitän Matthias Prock musste in seinem symphonischen Blasorchester zwar einige Positionen
Emden. Einen eindrucksvollen Einstieg in den Frühling erlebten die Besucher der Sonntagsmatinée in der Johannes a Lasco Bibliothek. Sopranistin Vilma Pigagaitė hatte mit Miriam Griess (Violoncello) und Leonid Dorfman (Klavier) erfahrene Musiker an ihrer Seite, die ein ungewöhnliches Programm präsentierten, das das Motto des Vormittags „Licht und Schatten“ umsetzte. Schon der Einstieg mit Lied und
Emden. Das war ein ganz zauberhafter Nachmittag, den die Ballet Factory Emden (gegründet 2013) und die MDNZ Danz Company für zeitgenössischen Tanz (gegründet 2020) im Festspielhaus am Wall gestalteten. Auf dem Programm stand ein Ballett nach Motiven von Michael Ende in der wunderbaren Choreographie von Tanzpädagogin Katharina Riebschläger: „Momo“. Opulent mit Kostümen ausgestattet, mit einem
Emden. Vergessene Literatur – darum ging es bei der jüngsten Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde der Johannes a Lasco Bibliothek. Dr. Petra Frerichs und Dr. Joke Frerichs beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit dieser Thematik und stellten vier Bücher ausführlich vor. Die beiden in Köln lebenden Experten hatten sich nach der Beendigung ihrer beruflichen Tätigkeit auf
Emden. „Das ist mein Stück“, habe Gitta Nörtker ausgerufen, als die Friesenbühntjer das Stück „Swanensee in Stützstrümp“ für das Frühjahr 2025 in den Blick nahmen, berichtete Vorsitzende Birgit Frerichs bei der Premiere des neuen Stücks im Lüttje Huus in der Brückstraße. So wurde die Komödie Gitta Nörtkers erste Regiearbeit für die Bühne. Zudem landete sie
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