Schlagwort: Archäologie

Von Pfeifenköpfen und Üllern

Emden. Wenn es einen klaren Kopf braucht, macht Thomas Schlunck einen kleinen Spaziergang über den Wall. Er ist viel beschäftigt – beruflich, ehrenamtlich – und so bürgert sich der Weg über den Wall ein. Allerdings ist Schlunck nicht auf den offiziellen Wegen zu finden, sondern dort, wo die Bahnen nicht vorgezeichnet sind und sich normalerweise

Suche nach Adolf von Nassau abgesagt

Emden. Eine geplante, groß angelegte Untersuchung des Untergrunds unterhalb der Johannes a Lasco Bibliothek und der Schweizer Kirche ist jetzt kurzfristig abgesagt worden. Das bestätigte der Leiter des Archäologischen Instituts der Ostfriesischen Landschaft, Dr. Jan Kegler, auf Anfrage von KiE.Wie berichtet, sollte mit geophysikalischen Methoden nach den Gebeinen des Dillenburger Grafen und Freiheitskämpfers Adolf von

Gemeinschaftsprojekt zur Friesen-Geschichte

Aurich. Ein grenzüberschreitendes, wissenschaftliches Projekt widmet sich der Völkerwanderungszeit und dem Frühmittelalter von 400 bis 800 nach Christus. Es wird durchgeführt vom Frys Museum Leeuwarden, der Ostfriesischen Landschaft und dem Ostfriesischen Landesmuseum Emden. Das teilt die Ostfriesische Landschaft in einer Pressemitteilung mit. Die genannte Zeitspanne sei maßgeblich von König Radbod geprägt worden, der in den

Bernies Bekleidung ist einzigartig

Emden. Die aus einer Vielzahl von Einzelstücken bestehende Kleidung der Moorleiche von Bernuthsfeld ist ein Ensemble, zu dem es nichts Vergleichbares gibt. Zu dieser Einschätzung kam der Leiter des Archäologischen Forschungsinstituts der Ostfriesischen Landschaft, Dr. Jan Kegler, im Rahmen eines Vortrags, den er vor Mitgliedern von 1820dieKUNST im Rummel des Rathauses am Delft hielt. Allein

Suche nach Adolfs Grab im Frühjahr geplant

Emden. Die Suche nach dem Freiheitshelden Adolf von Nassau (1540 bis 1568), der in der Großen Kirche zu Emden bestattet worden sein soll, könnte bereits im Frühjahr erfolgen. „Dann hat die Berliner Fachfirma, die die Untersuchung vornehmen wird, ein Zeitfenster offen“, sagte Dr. Jan Kegler, Leiter des archäologischen Forschungsinstituts der Ostfriesischen Landschaft, am Dienstagabend im

Römische Münzen auf Wanderschaft

Leer. Vom 3. Dezember bis zum 3. März 2024 stellt das Heimatmuseum Leer den römischen Münzschatz von Filsum aus. Die Objekte sind Teil einer Wanderausstellung, denn er soll aufgrund seiner Seltenheit möglichst ostfrieslandweit zugänglich gemacht werden. Das betonte auch Landschaftspräsident Rico Mecklenburg bei der Eröffnung der Ausstellung. Sie wird durch weitere Exponate aus der römischen

Ein nackter Fuß auf Glas

Emden. Bei archäologischen Untersuchungen im Untergrund einer Parzelle in der Bollwerkstraße / Ecke Hof von Holland ergab sich eine reiche Fundsituation. Das Material, das Archäologen der Ostfriesischen Landschaft bei Grabungen zwischen 2019/20 dort gefunden haben, gibt Einblick in die Ausstattung des gehobenen Haushaltes eines Emder Bürgerhauses des späten 16. beziehungsweise des frühen 17. Jahrhunderts. Während

Archäologen finden Glassiegel

Aurich. Die Archäologie der Ostfriesischen Landschaft hat den Fund eines Glassiegels mit dem Motiv einer Harpyie, wie sie im Wappen der Cirksena erscheint, vermeldet. Grabungstechnikerin Ines Reese vermutet daher, dass das Objekt aus Ostfriesland stammt, wobei die Region kein typischer Glashüttenstandort sei. „Glas musste in der Regel hierher importiert werden.“ Im 19. Jahrhundert habe es

150 Jahre alte Geschichte bewahrheitete sich

Bei Filsum gefundene römische Münzen werden in Remels erstmals ausgestellt Remels. Wurden sie verloren, vergraben, vergessen? Der Fund von 96 römischen Münzen auf einem Feld bei Filsum (Landkreis Leer) gibt auch zwei Jahre nach seiner Entdeckung Rätsel auf. Immerhin werden die Münzen, die rund 1800 Jahre alt sind, jetzt erstmals ausgestellt – und zwar in

Der Schatz vom Filsumer Acker

Ehrenamtliche Sondengänger fanden 96 Münzen aus der römischen Kaiserzeit Aurich. Das archäologische Forschungsinstitut der Ostfriesischen Landschaft hat gestern im Rahmen einer Pressekonferenz in Aurich einen Münzschatz vorgestellt, den ehrenamtliche Sondengänger 2021 auf einem Acker in Filsum (Landkreis Leer) gefunden haben. Mit der Entdeckung verbinden sich: eine vage Nachricht über eine Fundsituation aus dem 19. Jahrhundert,

Preise für Denkmalpflege und Archäologie

Niedersächsische Sparkassenstiftung und VGH Stiftung wollen wissenschaftliche Studienarbeiten würdigen Hannover. Die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die VGH Stiftung, zu deren Förderschwerpunkten die Denkmalpflege bzw. Erhalt, Erforschung und Vermittlung des kulturellen Erbes gehören, haben gemeinsam mit Kooperationspartnern zwei Preise ins Leben gerufen, mit denen herausragende Studienarbeiten in den Bereichen Denkmalpflege und Archäologie ausgezeichnet werden. Das teilt die

100 Tote auf dem Vogelsangzwinger

Archäologen der Ostfriesischen Landschaft möchten weitere Untersuchungen anstrengen Emden. Die Grabung des Archäologischen Dienstes der Ostfriesischen Landschaft auf dem Vogelsangzwinger des Emder Walls hat im letzten Jahr mehr menschliche Knochen ans Licht gebracht als bisher bekannt. Das belegt die Fundchronik im aktuellen Emder Jahrbuch 2022. Beim ehemaligen „Falkenhorst“, der zu einer Kindertagesstätte umgebaut wurde, fanden

Überreste der Synagoge in Weener freigelegt

Das Gebäude wurde 1938 in der Reichspogromnacht fast vollständig zerstört. Von Inga Graber Weener. Archäologen der Ostfriesischen Landschaft haben bei einer Ausgrabung die Überreste der ehemaligen Synagoge in Weener an der Westerstraße freigelegt. Das Gebäude wurde in der Nacht zum 10. November 1938 durch ein Feuer fast vollständig zerstört. „Die Spuren des Brandes lassen sich

Gekrönte Rose aus dem 17. Jahrhundert

Der Archäologische Dienst der Ostfriesischen Landschaft veröffentlicht jeden Monat ein besonderes Fundstück. Dieses Mal: ein Löffel aus Zinn aus dem 17. Jahrhundert. Fundort: Groß Faldern in Emden. Von Agathe Palka Emden. Bei einer archäologischen Untersuchung im Vorfeld eines Neubauvorhabens in Groß Faldern wurden die Archäologen 2018 fündig, als Mauern und Pflasterungen von bürgerlichen Wohnhäusern freigelegt