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Weitere Entwicklungsmöglichkeiten für Gezeiten

Aurich. Der künstlerische Leiter der Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft, Matthias Kirschnereit, sieht für die nächsten Jahre weitere Entwicklungsmöglichkeiten für das Festival. Im Rahmen der gestrigen Abschluss-Pressekonferenz in der Ostfriesischen Landschaft bezog sich Kirschnereit auf die große Resonanz, die die „Gezeiten“ von allen Seiten zu spüren bekomme. „Ich habe das Gefühl, alle wollen dabei sein!“ Damit

Hohes dramatisches Potenzial

Das 39. und letzte Konzert der diesjährigen Gezeiten fand auf dem Polderhof in Bunderhee statt Bunderhee. Mit einem höchst anspruchsvollen Programm endete am Sonntag (7. August) das diesjährige Gezeiten-Festival auf dem Polderhof in Bunderhee. Die Junge Norddeutsche Philharmonie spielte vor rund 1300 Menschen unter Leitung von Felix Mildenberger Kompositionen des 20. Jahrhunderts von Schostakowitsch, Mahler

In spirituellen Höhen

Das 38. Konzert der „Gezeiten“ brachten den Violinisten Christian Tetzlaff in die Johannes a Lasco Bibliothek Emden. Klar steht der Ton der Geige im Raum und scheint mit den malträtierten Wandflächen der einstigen Großen Kirche zu konversieren. Es ist ein Ton, der den einsamen Solisten auf der Bühne in Tragik hüllt – und in einen

Hochkomplexe Textur

Das 37. Konzert der „Gezeiten“ fand im Fährhaus am Borkumterminal statt Emden. Das war eine geradezu idealtypische konzertante Lesung, die da am Donnerstag im Fährhaus am Hafen stattfand. Dominique Horwitz lief dabei zu ganz großer Form auf, als es um die Geschichte einer gescheiterten Ehe ging, in der sich der Ehemann in einen Wahn steigert

Die Gezeitenkonzerte als Chance

Einer aus dem Team des Festivals: Volker Maurer Aurich. Die Konzertbesucherin wirkt etwas ratlos. „Haben Sie vielleicht mein Handy gefunden?“ Nein, das hat Volker Maurer nicht. Aber er weiß Rat. „Fragen Sie mal bei Wiebke Schoon nach“, rät er. Da kommt die Mitarbeiterin der Ostfriesischen Landschaft auch schon an. Das Handy wurde gefunden, bei ihr

Groß – größer – Polderhof

Am Sonntag enden die „Gezeiten“ mit dem Abschlusskonzert auf dem Friesenpferdegestüt Brümmer. Ein Blick auf die Vorbereitungen Bunderhee. Helmuth Aiso Brümmer ist sicher: „Die Jungs schaffen das!“ Die „Jungs“ sind Mitarbeiter des Friesenpferdegestüts Polderhof in Bunderhee. Die Männer sind damit beschäftigt, 1300 Stühle in minutiöser Kleinarbeit aufzustellen, und sie messen mit dem Zollstock nach, damit

Einhören – warm werden – abheben!

Das Gezeitenkonzert in Leer bot eine Verknüpfung von Kammerorchester und Jazz-Trio Leer. Wie schade. Dieses Konzert hätte ein brachial volles Haus verdient. Denn das, was sich am Montag im Theater an der Blinke abspielte, war auch für die umtriebigen Gezeitenkonzerte eine Innovation. Ein klassisches Kammerorchester wird zur Band, die sich mit einem klassischen Jazz-Trio in

Gezeitensplitter

● Neue Höchststände! Das Interesse an der Unterstützung der Gezeitenkonzerte ist nach wie vor hoch. So konnte der Freundeskreis der Gezeiten die Zahl seiner Mitglieder auf 826 erhöhen. Die Zahl der Unterstützer aus der Wirtschaft konnte auf 105 Unternehmen vergrößert werden. Ein Ende des Zuspruchs ist nach Angabe der Verantwortlichen nicht in Sicht. ● Es

Vier Gentlemen mit dem besonderen Sound

Das Gezeitenkonzert in Schirum brachte „German Gents“ nach Aurich Aurich. Zwei schöne Tenor-Stimmen, ein lyrisch ausdrucksstarker Bariton und ein abgrundtief hinabreichender Bass – a Capella-Gesang in geradezu vornehmer Ausprägung. Das sind die German Gents, die in schwarzen Anzügen, Lackschuhen und mit einer roten Rose im Revers auftreten. Sie sind jung, haben wunderbare Stimmen und tatsächlich

Leckerbissen am laufenden Band

Erstmals gastierten die Gezeitenkonzerte in der Kirche zu Greetsiel Greetsiel. Ein großer Spaß! Virtuos, humorvoll, zugänglich, folkloristisch, gewürzt mit osteuropäischem Temperament und musikalischem Furor. Im Rahmen der „Gezeiten“ waren Matthias Well und Vladislav Cojocaru mit einem Konzert über die von den Roma inspirierte Musikwelt eingeladen – verpackt in den Titel „Brahms und seine Liebe zur

Prachtstücke mit Suchtpotential

Gezeitenkonzerte gastierten in der Martin-Luther-Kirche Emden. Wenn man das Gefühl hat, dass ein Konzert wie im Fluge vergangen ist, dann muss es wohl unterhaltsam, aber auch qualitätvoll gewesen sein. War es auch! Tine Thing Helseth & tenThing sorgten mit ihrem Spaziergang durch die Musikgeschichte dafür, dass sich die Zuhörer in der fast ausverkauften Martin-Luther-Kirche pudelwohl

Schumann und Mendelssohn auf Socken

Gezeitenkonzerte gastierten in der Evangelisch-reformierten Großen Kirche zu Leer Leer. Ein Programm mit Musik von Mendelssohn-Bartholdy und Schumann boten das ARIS-Quartett und Pianist Matthias Kirschnereit am Montag (18. Juli) in der Großen Kirche zu Leer. Mehr als 300 Besucher genossen ein romantisches Programm, das Gefühlstiefen auslotete. Matthias Kirschnereit hatte kurz zuvor noch umdisponiert. Statt einer

Eine höchst beschwingte „Lange Nacht“

Aurich. Lange Nacht der Gezeitenkonzerte. Volles Haus. Beste Stimmung. Tolle Leistungen der 13 beteiligten jungen Künstler. Oder, wie Matthias Kirschnereit, Gezeiten-Intendant und einer der beiden Moderatoren des Abends – der andere war der ebenso routinierte Ulf Brenken -, sagte: „Ein herrliches Format.“ Zudem war es ein Format, dass sich zwischen Schauspiel, Gesang, Liedbegleitung und reinen

Ganz neue Winkel musikalischer Entfaltung

Backemoor. Unter das Motto „Anner Lü sünd ok Lü“ hatte Helmut Collmann, Altpräsident der Ostfriesischen Landschaft, seine plattdeutsche Begrüßung in der Kirche von Backemoor gestellt. Und das konnte man nahtlos auf den Abend übertragen „Andere Komponisten sind auch Komponisten“. Es muss nicht immer um die „Großen“ gehen, auch die weniger bekannten Tonsetzer können wahre Meister

Einen Abend lang – Seelenschmeichler

Bargebur. Es gibt Konzerte, die auf eher stille Art besänftigen, ans Herz gehen, froh machen. Solch ein Konzert erlebten die Besucher in der kleinen Kirche von Bargebur, wo Sheila Arnold und Alexander-Sergei Ramirez mit Hammerflügel und romantischer Gitarre einen Seelenschmeichler nach dem anderen boten. Beide Instrumente sind keineswegs nur leise, aber die Harmonie zwischen ihnen

Über Kontinente und Musikstile hinweg

NDR-Bigband trifft in den Gezeitenkonzerten auf musikalischen Weltenbummler Bad Zwischenahn. Im Rahmen der Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft war der kubanische Jazzpianist Omar Sosa gemeinsam mit der NDR Bigband im „Park der Gärten“ zu Gast. Die Kontinente und Musikstile überspringende Musik Omar Sosas setzte für das aktuelle Konzertprogramm der Arrangeur Jaques Morelenbaum in Szene, heißt es

Gesamtwerk von eindrucksvoller Dichte

Gezeitenkonzert in Münkeboe mit konzertanter Lesung Münkeboe. Eine rätselhafte Novelle – angesiedelt zwischen Mystik und Märchen, eine Schauspielerin – lesend mit ruhiger und gelassener Stimme, trainiert und versiert, ein Violinist von geschmeidiger Eleganz, ein Pianist mit Durchhaltevermögen. Dieses Trio hatte sich die Novelle „Das Lied der triumphierenden Liebe“ von Iwan Turgenjew zum Thema genommen. Der

Zwischen Sentiment und Agitation

Soloabend mit dem Pianisten Matthias Kirschnereit in der Kirche zu Ditzum Ditzum. Aus der Ditzumer Kirche dröhnt ein Klavier-Gewitter. Während sich die Gäste rund um das Gebäude herum ergehen, im nahegelegenen Tante Emma Laden ein Eis oder die berühmten „Schaf-Kötel“, kleine Lakritz-Bonbons, kaufen, probt Matthias Kirschnereit noch einige Passagen aus Beethovens „Mondschein-Sonate“. Wer direkt auf

Ein einziger konzertanter Taumel!

Gezeitenkonzerte gastierten mit dem Pianisten Alexander Krichel in der Nikolai-KircheWittmund. Ein junger Mann mit Stilempfinden: dunkler Anzug, weißes Hemd, keine Krawatte, aber dafür Manschettenknöpfe. Stil verraten auch sein Auftreten – sicher, höflich, verbindlich – und seine Moderation – flüssig, inhaltsreich. Eigentlich ist es ja eine Unterrichtsstunde im Fach Musik, die die Besucher in der Nikolaikirche

Bewegtes Komponieren in der Gegenwart

Gezeitenkonzerte luden zum Komponistenporträt in das Atrium der Kunsthalle Emden. Sven Daigger (geboren 1984) hatte nicht nur seine Musik mitgebracht, sondern auch seine Frau und den erst wenige Tage alten Sohn sowie seine Eltern. Die Familie saß im Plenum, seine Musik aber lag in den Händen von vier Mitgliedern des Zafraan Ensembles. Und dort war