Schlagwort: Juden

Auf den Spuren der letzten ostfriesischen Juden

Emden. Anlässlich des 80. Jahrestages der Deportation von 122 jüdischen Bürgern aus Emden, Norden und Aurich wird am heutigen Sonnabend, 23. Oktober, um 11 Uhr im Ostfriesischen Landesmuseum eine Ausstellung eröffnet, die das Schicksal der Deportierten schildert und zugleich jene Aktionen dokumentiert, die seit 2012 von Schülern der BBS II und verschiedener Partnerschulen in Łódź

Der Hoffnung verpflichtet

Emden. Am 9. November 2021 findet in der Johannes a Lasco Bibliothek die Premiere für das diesjährige Theaterprojekt der Ländlichen Akademie Krummhörn (LAK) über das Leben des Emder Widerstandskämpfers Max Windmüller statt. Das teilt Geschäftsführerin Christine Schmidt mit. In dem Stück „Der Hoffnung verpflichtet“ erzählt die Theatergruppe der LAK die dramatischen Stationen seines Lebens, lässt

Kalender als Ausdruck „zweier Heimaten“

Aurich. Der Ostfriesische Kunstkalender für 2022 widmet sich dem Norder Künstler Ricardo Fuhrmann. Am Mittwoch wurde der gemeinsam von der Ostfriesischen Landschaft und der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse herausgegebene Kalender offiziell in Aurich vorgestellt. Er ist ab sofort für 18,95 Euro im Handel erhältlich. Der Kunstkalender, der in jedem Jahr das Schaffen eines hiesigen Künstlers oder

Fünf von sieben Möbeln zerstört

Emden. Die Installationen der Aktion „Kunst im öffentlichen Raum“ sind beschädigt und teilweise zerstört worden. Das teilt das Ostfriesische Landesmuseum mit. Möbel aus dem Bestand der Emder Verwaltung waren im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung im Landesmuseum „Komplizenschaft“ mit Beschriftungen aus der NS-Zeit versehen und an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet aufgestellt worden. „Judenmöbel“ und „Hollandgut“ stand

Hinter jedem Namen – ein Mensch

Emden. Manche gehen achtlos vorbei, manche fragen, worum es denn hier geht, manche wollen spontan mitmachen, und viele sind auch angemeldet, kommen pünktlich vorbei, um ihre Aufgabe zu erfüllen. „Schreiben gegen das Vergessen“, ist die Devise. Insgesamt 75 Menschen machten am Mittwoch bei der Kunstaktion der Frankfurter Künstlerin Margarete Rabow mit und schrieben mit Kreide

Ein Verbrechen wird verwaltet

Emden. Mit viel Programm ist das Ostfriesische Landesmuseum wiedereröffnet worden. Die Musische Akademie spielte. Für die Kinder gab es allerlei Belustigungen. Erleichterung herrschte bei den Mitarbeitern, dass das Haus wieder zugänglich ist. Indes hielt sich der Andrang in überschaubaren Grenzen. Rund 100 Personen kamen ins Haus und ließen sich vor allem durch die Ausstellung „Komplizenschaft“

Überreste der Synagoge in Weener freigelegt

Das Gebäude wurde 1938 in der Reichspogromnacht fast vollständig zerstört. Von Inga Graber Weener. Archäologen der Ostfriesischen Landschaft haben bei einer Ausgrabung die Überreste der ehemaligen Synagoge in Weener an der Westerstraße freigelegt. Das Gebäude wurde in der Nacht zum 10. November 1938 durch ein Feuer fast vollständig zerstört. „Die Spuren des Brandes lassen sich

„Wir hoffen auf Konfrontation!“

Emden. Da steht er. Ein Schreibtisch aus den 80er Jahren. Mitten auf dem Stadtgarten vor dem Rathaus. Offensichtlich ein Stück, das ehemals in einem Verwaltungsbüro gestanden haben mag. Etwas abgestoßen, etwas unordentlich. Immerhin sind noch alle Schubladen vorhanden. Auf der Schreibplatte prangt ein orangener Schriftzug: „Judenmöbel“. Insgesamt drei dieser Objekte wurden am Dienstag im Innenstadtgebiet

So flüchtig, wie der Lauf der Geschichte …

Von Ina Wagner Emden. Eine große Kunstaktion auf dem Neuen Markt will die Namen von 1202 ermordeten ostfriesischen Juden zumindest für kurze Zeit sichtbar machen und somit in Erinnerung rufen. Anlass ist das Gedenkjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Realisiert wird das Projekt von der Max Windmüller Gesellschaft in Emden und der Frankfurter Künstlerin

Erinnern an den jüdischen Künstler Hanns Ludwig Katz

Kunsthalle Emden bereitet eine Ausstellung vor, die im Herbst eröffnet wird Bonn / Emden. Die Kunsthalle Emden beteiligt sich an einem großen digitalen Gemeinschaftsprojekt des Arbeitskreises selbständiger Kulturinstitute (AsKI). Es geht darum, im aktuellen Gedenkjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, an jene jüdischen Bürgerinnen und Bürger zu erinnern, die das kulturelle Leben in Deutschland