Pläne für Urnengräber in St. Walburga sind vom Tisch

Emden. Die Pläne für den Umbau der katholischen Kirche St. Walburga zum Kolumbarium sind vom Tisch. Das Kirchengebäude in Barenburg wird künftig also nicht zu einer Grabkammer für die Unterbringung von rund 800 Urnen verwandelt. Das geht aus einem Bericht im Pfarrbrief der katholischen Gemeinde Christ König hervor. Mit Hinweis auf eine gemeinsame Entscheidung des

Per Handschlag wurde das Steinhaus zur Kultur-Oase

Von Ina Wagner Greetsiel. Mit einem kleinen Fest im Garten ist am Sonnabend das Greetsieler Steinhaus vor geladenen Gästen eröffnet worden. Wegen der Pandemie gab es kein Haus der offenen Tür. Das sei – trotz der aktuellen Inszidenzwerte – als zu heikel beurteilt worden. „Denn es ist ja doch sehr eng im Haus“, meinte der

Ein ungeheuerliches Erbeben

Die Gezeiten Nr. 4 fanden als Orchesterkonzert mit Solistin im Theater an der Blinke statt Von Ina Wagner Leer. Was ist heute schon normal? Das fragte Landschaftspräsident Rico Mecklenburg in seiner kleinen Eröffnungsansprache zum vierten Gezeitenkonzert im Theater an der Blinke in Leer. Er meinte Corona und die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen. Doch zugleich nahm er vorweg,

Kurz & Knapp

Trompeterin hat abgesagtAurich. Die norwegische Startrompeterin Tine Thing Helseth und ihr Ensemble tenThing haben ihre geplante Sommertournee aufgrund von Reiserestriktionen und Quarantäne-Regeln absagen. Davon betroffen sind auch die beiden Gezeiten-Konzerte am 24. Juli um 18 Uhr und 20.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Emden. Als Ersatz springen der belgische Trompeter Jeroen Berwaerts mit seinem Jeroen

Überreste der Synagoge in Weener freigelegt

Das Gebäude wurde 1938 in der Reichspogromnacht fast vollständig zerstört. Von Inga Graber Weener. Archäologen der Ostfriesischen Landschaft haben bei einer Ausgrabung die Überreste der ehemaligen Synagoge in Weener an der Westerstraße freigelegt. Das Gebäude wurde in der Nacht zum 10. November 1938 durch ein Feuer fast vollständig zerstört. „Die Spuren des Brandes lassen sich

„Heimbucher brütet noch“

Interview mit dem scheidenden Kirchenpräsidenten der Evangelisch-reformierten Kirche, Dr. Martin Heimbucher KiE: Herr Heimbucher, welche Gestaltungsmöglichkeit hat ein Kirchenpräsident heute? Heimbucher: Gestaltet wird die reformierte Kirche grundsätzlich nicht von Einzelnen, sondern von gewählten Gremien: von Presbyterien, von den Synoden, vom Moderamen. Der Kirchenpräsident kann aber inhaltliche Akzente setzen. Wenn es gut geht, werden seine Anregungen

… als wenn ein Nebel sich plötzlich hebt

Das dritte Gezeitenkonzert brachte ein Klavier-Trio in die Norder Ludgerikirche Von Ina Wagner Norden. Das ruhig inspirierende „Schafe können sicher weiden“ aus der „Jagdkantate“ von Johann Sebastian Bach war ein maßgeschneiderter Auftakt für ein hinreißendes Kammerkonzert in der Norder Ludgeri-Kirche, das mit Stimmungen spielte. Dabei ist die Aria, die der guten Regentschaft das Wort redet,

Die dunklen Geheimnisse des Dr. Drühl

Kunsthalle eröffnet die Ausstellung „Apokryphe Landschaften“ im Atrium Von Ina Wagner Emden. Sind das Berge? Wassermassen? Ein stilles Gewässer? Das sind Äste – eindeutig. Aber womit wurde das gemalt? Öl, Tinte, Tusche? Die Arbeiten von Sven Drühl geben Fragen auf. Und das ist gewollt. Denn die Motive der vermeintlichen Landschaften, die der Künstler, Kunsthistoriker und

„Wir hoffen auf Konfrontation!“

Emden. Da steht er. Ein Schreibtisch aus den 80er Jahren. Mitten auf dem Stadtgarten vor dem Rathaus. Offensichtlich ein Stück, das ehemals in einem Verwaltungsbüro gestanden haben mag. Etwas abgestoßen, etwas unordentlich. Immerhin sind noch alle Schubladen vorhanden. Auf der Schreibplatte prangt ein orangener Schriftzug: „Judenmöbel“. Insgesamt drei dieser Objekte wurden am Dienstag im Innenstadtgebiet

So flüchtig, wie der Lauf der Geschichte …

Von Ina Wagner Emden. Eine große Kunstaktion auf dem Neuen Markt will die Namen von 1202 ermordeten ostfriesischen Juden zumindest für kurze Zeit sichtbar machen und somit in Erinnerung rufen. Anlass ist das Gedenkjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Realisiert wird das Projekt von der Max Windmüller Gesellschaft in Emden und der Frankfurter Künstlerin